Was macht intelligent?

Der Intelligenzquotient, kurz IQ. Ein Maß zur Bewertung der intellektuellen Leistungsfähigkeit einer Person. Dieser fällt bei jedem Menschen unterschiedlich hoch oder niedrig aus. Doch was genau macht einen Menschen intelligent?

Der Begriff Intelligenz stammt aus dem Lateinischen und leitet sich von intellegere – „verstehen“ – ab. Sie beschreibt also wortwörtlich, wie gut ein Mensch etwas versteht.

Die Erfahrungen sind wie die Samenkörner, aus denen die Klugheit emporwächst. – Konrad Adenauer

Nach dieser Aussage vom ehemaligen deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer ergibt sich die Intelligenz eines Menschen aus den Erfahrungen, die er im Laufe seines Lebens sammelt. Zu diesen Erfahrungen zählen also auch die Aspekte der Bildung, Erziehung und des sozialen Umfelds. Demnach würde also besonders die Entwicklung im Kindesalter eine große Rolle spielen. Ein Kind, welches eine gute Erziehung in einem angemessenen sozialen Umfeld erhält und dabei eine Schulbildung auf hohem Niveau genießt, wird also automatisch intelligenter, als ein anderes Kind, das von seinen Eltern vernachlässigt wird, aus niedrigen sozialen Schichten kommt und keinen Wert auf die Schulbildung legt.

Ein anderer Ansatz wäre, dass die Intelligenz durch unsere Gene festgelegt wird. Ein Gedanke, den viele vermutlich nicht gerade als angenehm empfinden, da somit unsere Intelligenz prädestiniert und unveränderlich wäre. Dieser Ansatz lässt sich in der Wissenschaft mithilfe von Zwillingstests festmachen. Dabei machen sich Forscher die Tatsache zunutze, dass eineiige Zwillinge genetisch fast zu 100%, zweieiige Zwillinge dagegen nur zu 50% übereinstimmen. Wenn sich eineiige Zwillinge bei vergleichbaren familiären Verhältnissen nun intelligenzmäßig ähnlicher sind, als zweieiige Zwillinge, lässt sich dies auf die größere genetische Übereinstimmung zurückführen. Somit ist unsere Intelligenz also auch genetisch veranlagt.

Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand. – Arthur Schopenhauer

Dieses Zitat vom deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer spiegelt auch meine Auffassung eines intelligenten Menschen wieder. Man braucht keinen Master Abschluss in Physik oder einen medizinischen Doktortitel. Wenn jemand einen gesunden Menschenverstand an den Tag legt, ist dieser weitaus wertvoller, als jedes fachliche Wissen, das man sich aneignen kann und zeugt meiner Meinung nach ebenfalls von einem hohen Maß an Intelligenz.

Kommentare zu: "Was macht intelligent?" (1)

  1. doodlelaroo schrieb:

    Ich finde dein Thema hochinteressant und ich stimme deinen Punkten zu, dass Intelligenz mit deinen Erfahrungen wie den Umständen, in denen man aufwächst, und deinen genetichen Grundlagen zusammenhängt. Intelligenz beschreibt das Verstehen von Sachverhalten und vielmehr die Leistungsfähigkeit zum Beispiel beim Lösen von Problemen oder Zusammenhänge zu erkennen. Das passt auch gut zu dem wertvollen „gesunden Menschenverstand“ im Umgang mit anderen Personen. Intelligenz ist vielschichtig und kann auf verschiedenste Weisen zum Ausdruck gebracht werden. Ich persönlich halte es für wichtig zu sagen, das nicht nur die Außenwelt deine Intelligenz beeinflusst, sondern auch stark dein eigenes Interesse am Weiterbilden ausschlaggebend ist. Mit der richtigen Förderung kann man selbst mit „schlechten“ Genen viel erreichen – vorausgesetzt – man hat die nötige Motivation, denn damit kann man an seiner Leistungsfähigkeit arbeiten und auch verständnisvoller werden, um zum Beispiel ángemessene Entscheidungen zu treffen.

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